Tatwerkzeug Digitale Kompaktkamera

Hervorgehoben

Bei den Kompaktkameras handelt es sich um die kleinsten Digitalkameras, die aber trotzdem mit einer umfangreichen Ausstattung aufwarten können. Das Angebot reicht von günstigen Einsteigermodellen für weniger als 100 Euro bis hin zu Spitzengeräten für mehr als 500 Euro.

Kompaktkameras passen in die meisten Hand- und Jackentaschen und teilweise sogar in Hosentaschen. Sie verfügen über ein fest verbautes Zoomobjektiv und einen Bildschirm auf der Rückseite, der als Sucher, zur Bildkontrolle und zur Anzeige des Menüs dient.

Da die Kameras vor allem für Schnappschüsse gedacht sind und auch Einsteigern das Fotografieren leicht machen sollen, verfügen sie nicht nur über ein vollautomatisches Aufnahmeprogramm, sondern auch über eine jeweils unterschiedliche Zahl an Szenenprogrammen für verschiedene typische Aufnahmesituationen.

Zur Verbesserung der subjektiven Bildwirkung führt die Firmware (jpg-Engine) darüber hinaus noch diverse Optimierungen durch. Dazu zählen beispielsweise:

  •     Scharfzeichnung: Erkennen und Verstärken von Übergängen im Bild
  •     Kontrastanhebung: Anhebung des Kontrasts im Bild
  •     Farbsättigung: Erhöhen der Farbsättigung

Trotz einer rasanten technischen Entwicklung sind viele digitale Kompaktkameras signifikant langsamer als ihre Äquivalente im Kleinbildbereich. Vor allem die Bildfolgezeiten brechen oft nach wenigen Aufnahmen massiv ein, während bei motorisierten Kleinbildkameras über den gesamten Film hinweg die gleiche Geschwindigkeit erreicht wird. Bei hochwertigen digitalen Kameras sind Auslöseverzögerung und Bildfolgezeit dagegen vergleichbar mit ihren analogen Pendants.

Kompaktkameras eignen sich nicht nur für Einsteiger, die noch nicht wissen, wie oft sie wirklich fotografieren, sondern sind auch als ständige Begleiter im Urlaub und Alltag geeignet, die deutlich weniger Platz beanspruchen als alle anderen Digitalkamera-Typen.

Der inzwischen nur noch selten verbaute optische Sucher wurde durch großformatige Displays zur Bildgestaltung ersetzt.

Als Gehäuseformate haben sich für Ultra-Kompakte Quaderformate mit den Abmessungen einer Zigarettenschachtel durchgesetzt, wobei das Objektiv im Ruhezustand vollständig in der Front verschwindet und automatisch verschlossen wird.

Für etwas ambitioniertere Modelle ist eine Bauform ähnlich den klassischen Kompaktkameras mit vorstehendem Objektiv und Griffwulst üblich.

Als ernsthaftes Produktionswerkzeug eingesetzt, muss der Automatikmodus bei bestimmten Aufnahmesituationen deaktiviert werden. Die neuesten Kameras suchen sich z.B. automatisch das passende Szenenprogramm, versuchen auf (evtl. nicht vorhandene) Gesichter scharfzustellen, aktivieren das eingebaute Blitzgerät unkontrolliert….

Leider sind die umfangreichen Bedienungsanleitungen zudem noch unverständlich, nach wenigen Seiten gibt der Leser auf…

In meinen Workshops beansprucht deshalb die Kameratechnik einen wesentlichen Teil.
Mit wenigen Einstellungen (sei es Sony, Panasonic, Canon, Nikon oder Epson) können die Kompaktkameras so eingestellt werden, dass sie nicht mehr “machen was sie wollen” sondern dem Fotografen / der Fotografin gehorchen.  ;-)

Ein interessanter Link:
http://www.livingathome.de/digital/digitale-kompaktkameras-22225.html

Michael Kurz
Oktober 2012